BENE: BürgerEngagement für Nachhaltige Energie

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Forschungsfragen und Lösungswege

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Forschungsfragen und Lösungswege

Das Projekt wandte verschiedene quantitative und qualitative sozialwissenschaftliche Methoden an (Interviews, Fokusgruppen, Befragungen). Darüber hinaus kamen in enger Kooperation mit den Praxispartnern partizipative Verfahren zum Einsatz (Zukunftswerkstatt, Stakeholder Workshops, aktivierende Befragung) (siehe Fallstudien). Dabei standen die folgenden Fragen im Vordergrund:
  • Wie entsteht bürgerschaftliches Engagement?
Das Team interviewte 9 Personen aus den Fallstudien-Initiativen. Fragen zum persönlichen Engagement und zur Einschätzungen des Engagements anderer Personen standen dabei im Fokus: Wie haben sich die Initiativen entwickelt? In welchem Zusammenhang ist das Engagement zu sehen? Warum engagieren sich Personen aktiv? Wer/Welche Personengruppe engagiert sich aus welchen Gründen besonders? Welche Rahmenbedingungen fördern/hemmen das persönliche Engagement?
Durchführung der Interviews: Juni und Juli 2010
  • Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Engagement und energiesensiblen Lebensstilen?
Dazu wurden in beiden Fallstudien je 20 Interviews durchgeführt, die sehr detailliert das Energieverbrauchsverhalten der Haushalte erhoben haben. Interviewpartner waren Personen, die sich in den jeweiligen Initiativen aktiv engagieren. Die Energieverbrauchsstile dieser Bevölkerungsgruppe wurden mit dem österreichischen Durchschnitt verglichen, um zu sehen, ob engagierte Personen andere Verbrauchsmuster an den Tag legen als nicht engagierte Personen.
Durchführung der Interviews: September/ Oktober 2010
  • Was motiviert Personen zu einem aktiven Engagement? Für wen sind Initiativen (nicht) gut zugänglich?
Das Team führte fünf Fokusgruppen (Gruppendiskussionen) in den Fallstudienregionen durch. Analysiert wurde, was Personen zu einer aktiven Beteiligung an den Initiativen motiviert und welche Ressourcen (Zeit, Geld, soziale Kontakte, etc.) sie in ihrem Engagement einbringen. Die Fokusgruppen fanden im Zeitraum Jänner bis März 2011 statt.

  • Wie kann eine Ausweitung der Initiativen gefördert werden?
Um weitere Menschen zu einer aktiven Rolle in den beiden Fallstudieninitiativen zu bewegen, wurden folgende Aktivitäten durchgeführt:

Aktivierende Befragung in der Ökoregion Kaindorf: Im Projekt BENE wurde mit SchülerInnen der 3. und 4. Klassen der Ökohauptschule Kaindorf im Zeitraum April bis Mai 2011 eine aktivierende Befragung durchgeführt. Die SchülerInnen befragten dabei Erwachsene aus ihrem Umfeld (Eltern, Nachbarn, Verwandte etc.) zum Thema Energieverbrauch im Haushalt. Der Befragung ging ein Workshop mit den SchülerInnen voran, der in das Thema einführte und die Befragung vorbereitete. Abschließend fand ein weiterer Workshop mit den SchülerInnen statt.

Im Rahmen einer Zukunftswerkstatt in der Ökoregion Kaindorf konnten Personen, die sich bisher noch nicht in die Initiative eingebracht hatten, Projektideen entwickeln, die es ihnen selbst aber auch anderen ermöglichen, in der Ökoregion aktiv zu werden.

In einem weiteren aktivierenden Workshop in der Ökoregion Kaindorf wurde an die Zukunftswerkstatt angeknüpft. Die Idee eines Ökoregions-Aktionstages wurde so in die Umsetzung gebracht.

Um eine Übertragung der Initiativen auf andere Gemeinden/Regionen zu fördern, wurden am Projektende zwei Transferworkshops durchgeführt.

Ein erster Transferworkshop fand in Kooperation mit dem steirischen e5 Programm für energieeffiziente Gemeinden statt und setzte sich mit Photovoltaik-Gemeinschafts­anlagen auseinander. Der Workshop diente der Verbreitung von Informationen zur Errichtung solcher Gemeinschaftsanlagen und konnte darüber hinaus zu einem Erfahrungsaustausch beitragen.

Ein zweiter Transferworkshop diente dazu eine Übertragung der Ökostrombörse (siehe Fallstudien) in die Steiermark anzustoßen.





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